Ausschabung (Abrasio)
Die Gebärmutter ist ein etwa birnengroßes Organ,
das am Ende der Scheide liegt. Somit ist der Muttermund bei der
Krebsvorsorgeuntersuchung gut einsehbar, ihr Inneres lässt sich
durch die Untraschalluntersuchung zwar gut darstellen, krankhafte
Veränderungen lassen sich jedoch nur durch Gewinnung von Gewebe
nachweisen oder ausschliessen. Bei einer Ausschabung (Abrasio)
geht es daher um die Abklärung bzw. Behebung von Krankheiten,
deren Grund gut- oder bösartige Wucherungen, hormonelle Störungen
oder Entzündungen sein können. Bei einer Fehlgeburt /nicht
intakten Schwangerschaft wird das verbliebene /abgestorbene
Schwangerschaftsgewebe entfernt. Die anschließende
feingewebliche Untersuchung des gewonnenen Materials dient der
endgültigen Diagnose und entscheidet die weitere Therapie mit.
Bei der Ausschabung wird die Gebärmutterhöhle mit
einem besonderen Instrument (Kürette) ausgeschabt oder auch
abgesaugt. Dazu muss vorher der Gebärmutterhals instrumentell
erweitert bzw. gedehnt werden. Da dies schmerzhaft ist, erfolgt
der Eingriff in Narkose. Der gesamte Eingriff dauert in der Regel
nicht länger als 5 Minuten, dementsprechend kurz ist aus die
Narkose. Die Narkose wird mittels eines Narkosemittels, das in
die Vene gespritzt wird, eingeleitet, anschließend atmet die
Patientin über eine Maske Sauerstoff und Lachgas und ist daher
sehr schnell wieder wach.
Mögliche Komplikationen:
Wie bei allen operativen Eingriffen müssen wir Sie auf mögliche Risiken und Nebenwirkungen hinweisen. Allgemeine Gefahren ärztlicher Eingriffe wie z.B. Infektionen , Thrombosen (Blutgerinnselbildung), Embolien (Verschlüsse von Blutgefäßen durch verschleppte Gerinnsel), Wundheilungsstörungen oder auch Nachblutungen sind heute insgesamt selten geworden und auch besser behandelbar als früher.
Bei einer Ausschabung oder Absaugung sind folgende Komplikationen zwar selten, aber für den Eingriff typisch:
Es kann vorkommen, dass die Gebärmutterwand mit dem Instrument unbeabsichtigt durchstoßen wird. Dies ist zumeist ungefährlich und bedarf keiner weiteren Behandlung. Nur in den seltensten Fällen kommt es zu einer akuten Gefahr durch eine Blutung in die Bauchhöhle, die dann eine Bauchspiegelung, im Extremfall eine Gebärmutterentfernung notwendig machen kann. Nach dem Eingriff können eine Entzündung von Gebärmutter oder Eileitern auftreten, auch Nachblutungen, die mehrere Tage andauern können, sind möglich. Hier ist ärztliche Behandlung erforderlich, diese Komplikationen sind im allgemeinen aber gut zu beherrschen.