Konisation (kegelförmige Gewebsentnahme am Muttermund)

Bei der Krebsvorsorgeuntersuchung (VSU) werden mittels eines Wattetupfers bzw. eines kleinen Bürstchens Zellen vom Muttermund eintnommen und auf Auffälligkeiten untersucht.

Einteilung der Krebsabstriche

Gruppe I völlig unauffälliger Befund
Gruppe II auffällig, aber unverdächtig
(z.B.entzündliche Veränderungen)
Gruppe IIID kontrollbedürftig binnen 3 Monaten
Gruppe III unklar, kurzfristige Kontrolle
Gruppe IVa Verdacht auf Krebsvorstufe
Gruppe IVb Verdacht auf Krebsvorstufe oder Krebs
Gruppe V Verdacht auf Gebärmutterhalskrebs

Bei der Konisation werden verdächtige Befunde am Muttermund, wie sie z.B. bei der VSU gefunden wurden, abgeklärt
Dazu wird ein kegelförmiges Gewebsstück mit dem Skalpell oder dem elektrischen Messer entfernt, die Wunde wird anschliessend vernäht. Wegen der Gefahr von Nachblutungen sollte eine Woche Schonung (z.B. Krankschreibung) gewährleistet sein.
Das Gewebe wird nun vom Pathologen in dünne Scheiben geschnitten und auf die Art der Gewebeveränderung (gut- oder bösartig) und die Ausdehnung dieses Bezirks (Entfernung im Gesunden ohne Rest) untersucht.
Danach entscheidet sich, ob eine weitergehende Operation (z.B. Entfernung der ganzen Gebärmutter) notwendig wird oder ob mit diesem diagnostischen Eingriff auch gleichzeitig die Therapie abgeschlossen ist.

 

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