Bei einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) wird mit einer Spezialnadel Gas in die Bauchhöhle geleitet, um die Übersicht zu verbessern. Nun erfolgt über einen kleinen Schnitt in der Nabelgrube die Einbringung des Führungsrohres in die Bauchhöhle. Über dieses wird das Instrument (Laparoskop) mit Beleuchtung und Arbeitskanal eingeführt. Für einen besseren Überblick im Beckenraum zu erhalten, ist die Einlage eines Instruments in die Gebärmutterhöhle nötig. Durch dieses kann z.B. die Farblösung bei einer Eileiterdurchspülung verabreicht werden. Für kleinere operative Eingriffe wie Gewebeentnahmen, Lösen von Verwachsungen oder bei der Sterilisation ist manchmal das Einbringen eines zweiten Führungsrohres für Hilfsinstrumente in Höhe der Schambehaarung erforderlich.
Sterilisation:
Bei der Sterilisation werden mittels eines schwachen elektrischen Stromes die beiden Eileiter verkocht, sodaß diese nicht mehr durchgängig sind. Trotzdem kann es, oft nach Jahren, in 2-3 Promille zu einer Wiederdurchgängigkeit kommen (sog. Sterilistionsversager), sodaß eine Eileiterschwangerschaft oder auch eine normale Schwangerschaft entstehen kann. Nur selten läßt sich der Eingriff wegen technischer Schwierigkeiten nicht durchführen, so kann bei ausgedehnten Verwachsungen die Darstellung der Eileiter erschwert oder unmöglich sein und so die Eröffnung der Bauchhöhle notwendig werden. In solchen Fällen wird daher der Eingriff beendet, ohne die Sterilisation durchgeführt zu haben.
Mögliche Komplikationen:
Wie bei allen operativen Eingriffen müssen wir Sie auf mögliche Risiken und Nebenwirkungen hinweisen. Allgemeine Gefahren ärztlicher Eingriffe wie zB. Infektionen , Thrombosen (Blutgerinnselbildung), Embolien (Verschlüsse von Blutgefäßen durch verschleppte Gerinnsel), Wundheilungsstörungen oder auch Nachblutungen sind heute insgesamt selten geworden und auch besser behandelbar als früher.
Bei der Bauchspiegelung sind Verletzungen von Nachbarorganen möglich (z.B. Darm, Harnwege, Blutgefäße, Nerven). Auch Schädigungen durch Hitze oder elektr. Strom können vorkommen. In solchen Notfällen kann eine Eröffnung der Bauchhöhle mit operativer Versorgung der Verletzung notwendig werden. Nach der Bauchspiegelung kann es gelegentlich zu Schmerzen im Bauch-, Schulter- oder Halsbereich kommen, die meist nach kurzer Zeit wieder abklingen.
Aus diesem Grunde sollten die Vor- und Nachteile der reversiblen Verhütungsmethoden immer in die Überlegung mit einbezogen werden.
Dieses Merkblatt kann nur allgemeine Hinweise geben. Die bei Ihnen speziellen Umstände kommen im Aufklärungsgespräch besonders zur Sprache !
Alle Dinge, die Ihnen wichtig erscheinen, sollten Sie im persönlichen Gespräch erfragen !