Untersuchungen in der Schwangerschaft

Bei der Erstuntersuchung wird die Vitalität des Kindes und der allgemeine Gesundheitszustand der Mutter überprüft sowie nach möglichen Risiken in der Vorgeschichte gefragt. Alle Befunde werden im Mutterpass dokumentiert, den die werdende Mutter immer mit sich führen sollte.

Zu den regelmäßigen Untersuchungen zählt die Kontrolle des Körpergewichtes (Erkennung von verstärkten Wassereinlagerungen) und des Urins (Erkennung von Harnwegsinfektionen oder vermehrter Eiweißausscheidung) sowie die Kontrolle des Blutdrucks, um einen gefährlichen Hochdruck rechtzeitig erkennen und behandeln zu können. Die
Blutuntersuchungen dienen ebenfalls der Früherkennung bestimmter Risiken.

Die drei
Ultraschalluntersuchungen sollen die normale Entwicklung des Kindes nachweisen und nach etwaigen Auffälligkeiten fahnden, die ggfs. zu weiterführenden Untersuchungen etwa an der Universitätsklinik führen könnten. Es lassen sich aber leider auch mit den besten Geräten nie alle Eventualitäten ausschließen - trotz aller Sorgfalt, mit der diese Untersuchungen durchgeführt werden.

Mit der vaginalen Untersuchung wird der Muttermund kontrolliert, um eine vorzeitige Eröffnung und damit die Gefahr einer Frühgeburt rechtzeitig erkennen zu können, ebenso lokale Scheideninfektionen, die in der Schwangerschaft häufiger vorkommen können. Regelmäßige mikroskopische Untersuchungen des Scheidensekrets dienen der Erkennung möglicher Scheideninfektionen, da diese vorzeitige Wehen auslösen könnten. Etwa in der 38.SSW wird die Untersuchung auf ß-hämolysierende Streptokokken empfohlen, die -in selten Fällen- bei der Geburt schwere Infektionen des Kindes hervorrufen können.

Etwa ab der 28.SSW werden die
Herztöne des Kindes regelmäßig überwacht. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto engmaschiger werden die Untersuchungen durchgeführt (anfangs alle 4 Wochen, ab der 32.SSW alle 2 Wochen, zuletzt alle 2-3 Tage). Bei erkannten Risiken sind dementsprechend häufigere Kontrollen vorgesehen.

All diese Untersuchungen dienen dem Ziel, die Schwangerschaft möglichst gefahrlos mit der Geburt eines gesunden Kindes beenden zu können.

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